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Jugendeuropameisterschaft 2007 in Medemblik am Ijsselmeer

Training auf dem IjsselmeerAm ersten Morgen in Medemblik wurde erst mal zusammen gefrühstückt und danach fuhren die Segler in den Yachthafen um die Boote abzuladen und aufzubauen. Das komplette Team war versammelt, 7 deutsche Mannschaften samt Trainer und 2 Betreuern. Alles in allem nahm den ganzen Vormittag in Anspruch, da noch einige Schäden von der Deutschen Meisterschaft behoben werden mussten. Jedoch konnten wir nachmittags zu einer kurzen Einheit bei ca. 1-2 bft ablegen. Es war ein toller sonniger Tag und vor dem Abendessen stand noch eine Sporteinheit an. Direkt im Anschluss wurde von einem der Jungshäuser Essen gemacht, an dieser Stelle vielleicht noch die Information, dass wir auf drei Wohnhäuser aufgeteilt waren, zwei für die Jungen und eins für die Mädchen. Zum Abschluss des Tages haben wir noch gemeinsam einen Film gesehen. Der nächste Tag begann wieder mit Hendriks geliebtem Frühsport, den er täglich schwänzte, um für die Gruppe Brötchen zu holen. Ein weiterer Trainingstag verstrich ohne besondere Vorkommnisse und die Meisterschaft rückte näher, was sich deutlich in der Anspannung vieler Segler bemerkbar machte.

noch vor dem Start zum Practise RaceEndlich hatte mit der Eröffnung die Meisterschaft richtig begonnen. Zum Practise Race hatten wir gute 6 Windstärken und eine extrem kurze steile Welle, die unsere Boote heftig abbremste und damit den Druck im Segel stark erhöhte, wir fuhren bei einer ``gefühlten 7-8``. Auch die anderen Nationen ließen sich von diesen Bedingungen beeindrucken, so dass nur etwa 30 Boote an den Start gingen. Das kam zum einen, weil ein Teil der Segler noch angleichen wollten und andere schon beim Rausfahren gescheitert waren. Es gab jede Menge Schäden, was direkt vor dem Saisonhöhepunkt besonders scheiße ist.

Der nächste Tag brachte noch guten Wind, aber nicht mehr so einen starken Überdruck. Für das komplette deutsche Team lief dieser Tag sehr gut. Annika und Anika segelten auf 20, 23, 21; Daniela und Melanie auf 4, 9 ,16 und Tina und Susann auf 6, 11, 10. Bei unseren Jungs gab es leider einige Trimmfehler und Technikschwierigkeiten, weshalb es wie folgt aussah: Patrick und Kai 33, 36, 37; Finn und Terje 14, 33, 18; Philipp und Christian 10, 21, 21 und wir 1, 6, 1.

In der Gesamtwertung lagen wir nach dieser überragenden Leistung auf Platz 3. Als Dritter der Gesamtwertung bekamen wir am darauffolgenden Tag einen großen roten Punkt ins Segel geklebt. Die Punkte in den Segeln der ersten Drei markierten die Führenden, wobei der Erste einen gelben Punkt und der Zweite einen blauen Punkt erhält. Nun folgte der zweite Tag der Qualifikation mit deutlich weniger Wind. Dieser bescherte uns einen starken Dämpfer, da wir mit den Plätzen 21, 32 und einem Streicher auf Platz 19 in der Goldgruppe starten würden. Die ganze Qualifikation würde nur mit einem Rennen in eine Serie von weiteren 11 Finalläufen eingehen. Am gleichen Tag hatten wir die Möglichkeit, nach den Wettfahrten noch auf einem Katamaran der Extreme 40 Klasse mitzufahren und durften sogar teilweise steuern. Am Abend war noch ein vom Veranstalter organisiertes Event mit Bildern und Videos vom Tag.

Am Lay Day, dem auf die Qualifikation folgenden Tag, war Entspannung pur angesagt. Wir waren am Strand, im Schwimmbad, haben auf der Terrasse gelesen und waren Fußball spielen. Nachmittags haben wir noch von unserem Grundstück aus geangelt und haben ein bisschen an den Booten gebaut, um für das Finale gerüstet zu sein. Alles in allem ging die Finalserie sehr schnell vorbei, da es meist lange Tage mit viel Zeit auf dem Wasser wurden und man nach dem Segeln mehr oder weniger nur noch essen und schlafen wollte. Leider wurde der vorletzte Renntag nicht genutzt, da die Wettfahrtleiterin die Bedingungen zu anspruchsvoll eingeschätzt hat. Tatsächlich waren aber nur 6 Windstärken mit der gleichen steilen kurzen Welle des ersten Tages.

Auch am letzten Tag wurde bei den gleichen Wetterbedingungen nur ein Lauf gesegelt. Uns hätten die 5 ausgefallenen Rennen wahrscheinlich noch sehr viel gebracht, da bis dahin das Finale nur bei mittleren bis schwachen Windbedingungen stattgefunden hat. Im Endeffekt konnten wir trotzdem mit einem 7. Platz von 116 Startern als Ergebnis sehr zufrieden sein, womit ein erfolgreicher Sommer gebührend beendet wurde. Auch das restliche deutsche Team ersegelte gute Platzierungen. Tina Lutz und Susann Beucke wurden 9. und damit erstes Damenteam und Daniela Grathwohl und Melanie Bentele platzierten sich auf Rang 32. Finn Mrugalla/ Terje Klockemann und Annika Bochmann/ Anika Lorenz wurden 41. und 42. Im Silverfleet belegte Philipp Authenrieth mit Christian Pulz den 2. (60.) und Kai Woehe mit Patrick Bertallot den 14. (72.) Platz.

Auf diesem Wege möchten wir dem Seglerverein Rahnsdorf für seine Unterstützung mit neuem Bootsmaterial danken.

Herzlichste Grüße, Tim und Leon

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