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Internationale Deutsche Jugendmeisterschaft 2007

Als wir, Tim Elsner und Leon Bischoff-Everding, am Donnerstagmittag mit der Bahn von Berlin nach Flensburg fuhren, waren wir schon voller Vorfreude auf die Deutsche Jugendmeisterschaft, da sie neben der JEM einen Höhepunkt unserer Saison darstellte und weil wir dort über eine Woche die Zeit mit unseren Freunden verbringen konnten. Später, auf dem Zeltplatz angekommen, gab es erst einmal bei Thomas etwas zu essen und dann sind wir auch recht früh schlafen gegangen, da wir die kommenden 3 Tage noch intensiv zum Trainieren nutzen wollten. Beim Training mit Micha konnten wir noch ein paar technische Fehler ausbügeln und waren somit gut vorbereitet für die Deutsche Meisterschaft. Die Vermessung verlief ebenfalls ohne Probleme und wir konnten uns ohne Sorgen in unser relativ trockenes, aber kaltes Zelt legen.

Qualifikationsläufe

Am Montag, den 30.7., durften wir erst einmal warten, da auf der Flensburger Förde viel Wind war und eine Sturmwarnung ausgesprochen wurde. Nach einigen Stunden des Wartens, ob abgebrochen wird oder nicht, entschied sich die Wettfahrtleitung dafür, alle Wettfahrten für den besagten Tag zu verschieben, da Böen mit bis zu 35-40 kn über die Förde fegten. Also gingen wir in die Therme von Glücksburg, wo sich auch schon viele andere Segler vergnügten. Nach 2 Stunden mussten wir dann wieder auf unseren kalten und nassen Zeltplatz zurück, der, dank der Organisationsleitung, mit Holzbrettern und Kisten ausgelegt war.
Am nächsten Tag, dem Dienstag, war wieder viel Wind angesagt und deshalb fuhr die Wettfahrtleitung auch immer nur mit einer Gruppe zum Start raus, damit auf dem Kurs nicht so ein Durcheinander herrscht, was auch die Sicherheit der Segler gefährdet. Auf der Förde blies der Wind mit reichlichen 5-6 bft, was uns zu Gute kam. Gegen Nachmittag jedoch nahm der Wind noch ein bisschen zu, so dass die Wettfahrtleitung die gerade angeschossene Wettfahrt abbrechen musste. An diesem Tag ersegelten wir zwei erste Plätze und sicherten uns somit einen Platz ganz oben auf der Liste.

Der Mittwoch war nun der letzte Qualifikationstag für das Gold Fleet. Der Wind hatte etwas nachgelassen und von Nord auf West gedreht. Somit musste die Wettfahrtleitung die Förde hinunterfahren, um konstanteren Wind zu bekommen. Die Rennen wurden schnell und gut durchgezogen, obwohl es zum Ende hin immer schwieriger wurde, da der Wind öfters bei 2-3 bft drehte. Trotz der für uns schwierigen Wetterkonditionen ersegelten wir einen vierten und zwei zweite Plätze, somit wurden wir Erster in der Qualifikation für das Gold Fleet. Die weiteren Teilnehmer vom SVR Florian Dziesiaty mit Oliver Szymanski (JSC) lagen auf Platz 4, Benni Steingroß (YCBG) und David Graf auf Platz 28 und auf Platz 75 Britta Heil (TSC) und Josephine Bach.

Finalläufe

Gegen 18 Uhr war der erste Start im Gold und im Silber Fleet. Während der Wettfahrt nahm der Wind stetig ab und wir konnten uns über einen siebten Platz freuen. Am Ende des Tages hatten Philipp Autenrieth und Christian Pulz vom Bayrischen Yachtclub die Führung in der Liste übernommen. Für den Abend hatte der Flensburger Segel-Club eine Karaoke-Party organisiert, die mit großer Begeisterung von den Seglern zum Feiern genutzt wurde. Den Karaokekontest gewonnen haben 2 Optisegler, knapp vor Florian Dziesiaty und David Graf.

Für Donnerstag war so gut wie gar kein Wind angesagt und trotzdem fuhr die Wettfahrtleitung auf Grund von mehreren Ergebnissen umliegender Windmessstationen raus und wartete auf dem Wasser. Nach circa einer halben Stunde setzte sich der Wind dann tatsächlich durch und wir konnten 2 Wettfahrten bei soliden Bedingungen segeln. Als die Wettfahrtleitung das dritte Rennen dieses Tages starten wollte, schlief die Brise ein und nach einem allgemeinen Rückruf wurden alle Läufe auf den letzten Tag verschoben. Es übernahmen Florian Dziesiaty und Oliver Szymanski vom Seglerverein Rahnsdorf und vom Joersfelder Segel-Club die Tabellenführung. Wir waren auf einen 5. Platz zurückgefallen.

Der letzte Tag der Deutschen Jugendmeisterschaft war ein Freitag und an diesem Tag sollten noch zwei weitere Wettfahrten bei gutem Wind gesegelt werden. Am souveränsten fuhren Tina Lutz und Susann Beucke vom Chiemsee Yacht Club und vom Hannoverschen Yacht Club und wurden somit in der Gesamtwertung Erster. Zweiter im Gold Fleet wurden PhilippAuthenrieth und Christian Pulz und Bronzemedaillengewinner wurden wir, Tim Elsner und Leon Bischoff-Everding vom Seglerverein Rahnsdorf. Flori fiel durch seinen bis dahin schlechtesten Tag zurück auf Platz 6 der Gesamtwertung. Benni und David wurden 47. und Britta und Josephine 79. von 119 Startern.

Nach dem Abbauen und Verladen der Boote stand nun die Siegerehrung auf dem Programm, die von der Organisation reibungslos geklappt hat. Nach der Siegerehrung gab es dann natürlich auch noch die Abschlussfeier, die bis spät in die Nacht lief und Tische, auf denen man tanzte, zum Brechen gebracht wurden. Am nächsten Morgen sind wir dann von Manfred Panuschka nach Hamburg gebracht worden, von wo aus wir von Jule und Jörg Lorenz abgeholt wurden und gemeinsam zur Junioren Europameisterschaft fuhren. Bedanken möchten wir uns vor allem bei Michael Grasse und bei Thomas Drtina, denn ohne diese beiden Trainer wäre es für uns schwer gewesen, vorne mitzusegeln, da sie uns sehr gut auf den Wettkampf vorbereitet haben und natürlich herzlichst dem SVR für dessen Unterstützung mit Boot und Segeln.

Tim Elsner, Leon Bischoff-Everding

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