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Deutsch-Französischer Jugendaustausch am Serre Ponçon in den Alpen vom 13.08. bis 26.08.2007

DFJWWir hatten uns bei der WM/EMA für den Deutsch-Französischen Jugendaustausch qualifiziert. Wir, das waren Pia Nürnberger, Nadine Böhm, Anna-Lena Böhnke, Kristin Geisler, Cedric Deppe, Julian Stückl, Paul Preuss, Luca Hagen, Oliver Oczycz und ich. 

Tag 1:
Am Sonntag, den 12.08.07 habe ich mich Pia, Luca, Paul und Cedric im VSaW getroffen um die Boote aufzuladen, damit wir sie nicht um 6:00 Uhr am nächsten Morgen hätten verladen müssen. Danach sind Pia und ich zu Luca gefahren, der gleich in der Nähe des VSaW wohnt. Dort haben wir dann übernachtet.

Morgens, um 7:30 Uhr, haben wir noch schnell die Taschen umgepackt und sind kurz danach auch losgefahren. Auf dem Weg haben wir noch Anna-Lena abgeholt. Nach einer 11stündigen Fahrt kamen wir in Freiburg an, wo wir auf die Bayern trafen. Zum Abendessen in einer Pizzeria waren also Kristin, Nadine, Oli und Julian schon mit dabei. Nach dem Essen sind alle ins Bett gegangen.  

Tag 2:
Nach dem Frühstück setzten wir unsere Fahrt fort. Nach weiteren 9 Stunden anstrengender Fahrt sind wir dann endlich in den Französischen  Alpen gewesen. Die Jugendherberge lag direkt im Verein.

Die Zimmereinteilung war kompliziert. Die Franzosen wollten, dass wir gemischte Zimmer machen, also immer die Hälfte Deutsche und Franzosen in den Vier- und Sechs-Bett-Zimmern. Unsere Mädchen wollten das nicht. Bei den Jungs haben wir aber durchgemischt. Oli und ich waren mit zwei Franzosen in einem Zimmer. Ich hatte noch extra französische Vokabeln gelernt, die Jungs habe ich aber nicht verstanden. Die haben sehr schnell und komisch gesprochen. Wahrscheinlich Dialekt. Deutsch konnten sie nicht und Englisch auch nur sehr schlecht.

Am Abend sind wir noch ein bisschen gejoggt, um die Gegend zu erkunden. Es gab mehrere Strände an dem Stausee und das Wasser war glasklar. Es gab viel Wald und überall drum herum gab es Berge. Außer einem Bootsverleih gab es in der Nähe der Jugendherberge keine Häuser. Nach dem Joggen haben wir uns ein Feuerwerk angeguckt und um 23:00 Uhr lagen wir alle in den Betten und haben geschlafen

3 Tag:
Um 10 Uhr haben wir uns mit den Franzosen getroffen und sind wir mit  den Autos in die nahe liegenden Berge gefahren. Wir wanderten und es gab eine tolle Aussicht auf den See.

Nach dem Wandern segelten wir mit den Franzosen noch ein bisschen. Nach 4 Stunden Wasserarbeit, bei 30 Grad und Sonnenschein, waren alle erschöpft. Am Abend badeten wir noch ein bisschen und dann fielen wir todmüde ins Bett.     

Tag 4:
Um 8:30 war wieder Frühstück. Danach haben wir einen Ausflug zur Staumauer gemacht. Dort war auch ein Museum, durch das wir eine einstündige Führung bekommen haben. Weil es Kopfhörer gab, konnten wir auch alles in Deutsch hören. Am Nachmittag, als sich die Thermik durchgesetzt hatte, segelten wir, bei teilweise bewölktem Himmel und 25 Grad. Es war herrlich. Nach viereinhalb Stunden auf dem Wasser sind alle erschöpft reingesegelt. Am Abend durften wir noch alleine etwas unternehmen. Ich war mit Oli am See spazieren, aber um 23 Uhr war Bettruhe.  

Tag 5:
Vormittags war in der Altstadt Chorges Shoppen angesagt. Gegen Nachmittag segelten wir aber wieder pünktlich auf das Wasser. Bei Sonnenschein, 30 Grad und 4-5bft. hatten wir 5 Stunden Training. Am Abend spielten wir dann noch Volleyball. Danach haben wir noch einen Theorietest geschrieben und dann war auch schon wieder Zeit zum Schlafen. 

Tag 6:
Vormittags war Vermessung für die Coupe d`Internationale. Eine Regatta, der dreigeteilten französischen Meisterschaft. Am Nachmittag gingen wir noch 4 Stunden segeln. Es war ein bisschen bewölkt und eine gute 3 bft.    

Tag 7:
Am siebten Tag haben wir uns am Morgen angemeldet. Danach fuhren wir zum  Wildwasserrafting in die Berge. Dort bekamen wir 2 Schlauchboote und jeder ein Paddel und fuhren eine Stunde mit den Schlauchbooten den reißenden Fluss mit kleinen Wasserfällen runter. Fotos konnte ich da keine machen ;-)

Im Tal abgekommen zogen wir unsere Teamkleidung an und gingen zur Eröffnungsfeier in den Ort Chorges. 

Tag 8:
Der erste Wettfahrttag!  Alle waren ein bisschen aufgeregt. Um 10:00 Uhr war Besprechung und kurz danach segelten alle zur Regattastrecke. Um 12:00 Uhr war der erste Start. Wir sind am selben Tag noch 3 Rennen gesegelt. Nach einem anstrengenden Tag mit 4-5 bft. und 25 Grad war Pia Erste und die anderen waren auch sehr gut. Ich war der Schlechteste, als ca. 50. von 107.  

Tag 9:
Diese Nacht war es so kalt, dass es sogar Schnee auf den Bergspitzen lag. Am nächsten Morgen war um 9:30 Uhr Trikot-Verleihung für den besten Jungen und das beste Mädchen. Pia bekam als bestes Mädchen ein gelbes Trikot

Nach der Prämierung war eine Tombola. Um 11:00 Uhr war der erste Start. Nach einer Wettfahrt bei wenig Wind und bewölkten Himmel sind wir nach 4 Stunden endlich rein gesegelt. Im Nachbardorf Gap waren wir abends bei dem Einkaufsladen namens Decathlon einkaufen. Nach vier Wettfahrten war Pia noch Erste, Nadine (3.), Paul (8.), Cedric (9.), Luca (13.), Julian (18.), Kristin (25.), Oli (41.), Anna-Lena (49.) und ich (68.) 

Tag10:
Am 10 Tag war für alle Umsteiger Pausetag, also außer für Luca, Oli und mich. Wir fahren ja weiter Opti. Heute war nämlich eine freiwillige Wettfahrt, die mit einem „Hasenstart“ gestartet wurde. Da fast 300 Boote am Start waren, wurde es ziemlich chaotisch. Oli wurde 11. und so bester Ausländer und bekam den ersten Pokal von uns Deutschen, Luca wurde 18. und ich 55. , weil ich den Start in den Sand gesetzt hatte und irgendwo in der 5. Reihe gestartet bin. Nach der Wettfahrt sind wir alle noch mit einem Cat gesegelt. Das hat riesengroßen Spaß gemacht. So ein Katamaran ist richtig schnell.

Tag11:
Wie jeden Morgen war wieder Siegerehrung für den Vortag. Um 11:00 waren wir wieder auf dem Wasser. Nach einem anstrengenden Segeltag bei Sonnenschein und 4 bft. durften wir abends noch etwas alleine unternehmen. Mit einem 9., 19. und 29. Platz war ich endlich etwas besser, als die Vortage. Die anderen waren aber richtig gut: Mit zwei Tagessiegen und einem vierten Platz war Paul in der Gesamtwertung Erster. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Pia und Nadine. 

Tag12:
Am Feitag wurden noch drei abschließende Wettfahrten in Gold und Silberfleet gesegelt. Alle, außer Anna-Lena, waren im Goldfleet. Es waren gute 2 bft. und teilweise bewölkt. Unseren drei Führenden ist es leider nicht gelungen ihre Pödestplätze zu halten. Hier das Endergebnis: Paul (3.), Nadine (4.), Julian (6.),

Kristin (11.), Pia (12.),  Luca (29.), Oli (41.), Cedric (47.), ich (50.) und Anna-Lena (62.)

Am Abend guckten wir uns wieder ein sehr schönes Feuerwerk an und gingen danach auf unsere Zimmer

Tag 13 und 14:
Am Morgen war Siegerehrung. Die besten 3 Mädchen waren Deutsche:
1. war Nadine, 2. wurde Kristin und Pia wurde drittbestes Mädchen. Danach sind wir nach 12 Stunden Fahrt und einer kleinen Panne in den Bergen in Freiburg angekommen. Nach dem Pizzaessen in der gleichen Pizzeria von der Hinfahrt, verabschiedeten wir uns von Nadine und Julian die noch zu einem Trainingslager zum Gardasee gefahren sind. Am nächsten Tag sind Oli und Kristin Richtung Bayern und der Rest hat noch einmal 10 Stunden im Auto gesessen, bis wir endlich in Berlin ankamen. Ich fand die Reise war toll. Die Regatta war klasse, der Serre Ponçon und seine Landschaft war einmalig und das gemeinsame Training mit den Franzosen war lustig und interessant. Ich hoffe, dass es im nächsten Jahr wieder so toll wird und andere 10 Deutsche und 10 Franzosen ein so tolles Erlebnis haben können. Ich bin dann hoffentlich nicht dabei, sondern für ein anderes Land in den Alpen qualifiziert. Und gegen eine Reise in die Türkei hätte ich auch nichts....  ;-)

Tobi
GER 12009

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